FAQ

  • Prämienerhöhung: Bis wann kann ich künden?

    Sie können den Versicherungsvertrag auf Ende des Versicherungsjahres künden. Das Kündigungsschreiben muss spätestens am letzten Tag des Versicherungsjahres bei der Gesellschaft eintreffen.

    Die Prämienänderung muss dem Versicherungsnehmer von der Versicherung bis spätestens 25 Tage vor Ablauf des Versicherungsjahres bekannt gegeben werden.

  • Prämienrückerstattung: Erhalte ich die Prämie zurück bei Auflösung eines Vertrages?

    Im Normalfall schon. Allerdings gilt dies nicht, wenn Sie den Vertrag nach einem Totalschadenfall kündigen oder wenn die Versicherung weniger als 1 Jahr in Kraft ist.
  • Wie kann ich meine Autversicherung auflösen.

    Sie können Ihre bestehende Versicherung in folgenden Fällen wechseln:

    1. Bei Vertragsablauf
    2. Bei einem Fahrzeugwechsel
    3. Bei einer Prämienänderung (Erhöhung, teilweise auch bei Reduktion)
    4. Bei einem Halterwechsel
    5. Im Schadenfall
  • Vertragsablauf

    Die Versicherung gilt für die in der Police festgehaltene Dauer. Wird der Vertrag nicht auf dieses Datum gekündigt, verlängert er sich in der Regel um ein weiteres Jahr. Details dazu finden Sie in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) Ihrer Versicherung. Die Kündigungsfristen der einzelnen Gesellschaften sehen Sie hier.
  • Fahrzeugwechsel

    Bei einem Fahrzeugwechsel können Sie ohne Prämienverlust die Versicherung wechseln. Die Prämie wird anteilsmässig zurückerstattet.
  • Prämienänderung

    Die Versicherungsgesellschaft kann die Prämien oder die allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) vom folgenden Versicherungsjahr an ändern. Sie muss dem Versicherungsnehmer die neuen Konditionen bis spätestens 25 Tage vor Ablauf des Versicherungsjahres bekannt geben.
    Ist der Versicherungsnehmer damit nicht einverstanden, kann er den Vertrag auf Ende des Versicherungsjahres kündigen. Das Kündigungsschreiben muss spätestens am letzten Tag des Versicherungsjahres bei der Gesellschaft eintreffen. Bei einigen Versicherungen bezieht sich dieses Vorgehen nur auf Prämienerhöhungen, bei einigen auch auf Reduktionen (siehe AVB).
  • Halterwechsel

    Bei einem Halterwechsel gehen Rechte und Pflichten aus der Haftpflichtversicherung auf den neuen Halter über. Der neue Halter kann innert 14 Tagen nach dem Wechsel den Vertrag kündigen.

    Die Haftpflichtversicherung erlischt, wenn der neue Fahrzeugausweis aufgrund des Versicherungsnachweises einer anderen Gesellschaft ausgestellt wurde. Die Kaskoversicherung endet auf das Datum des Halterwechsels. Die Prämie wird anteilsmässig zurückerstattet.

  • Schadenfall

    Nach jedem Schadenfall, für den die Versicherung eine Leistung erbringt, kann der Vertrag von beiden Parteien gekündigt werden.

    a) Kündigung durch den Versicherungsnehmer: möglich bis spätestens 14 Tage nachdem die Gesellschaft mitgeteilt hat, dass sie für den Schaden aufkommt. Die Deckung erlischt, sobald die Kündigung bei der Versicherung eintrifft. Die bereits bezahlte Prämie wird anteilsmässig zurückerstattet. Ausnahmen für die Prämienrückerstattung: Der Schadenfall ereignet sich im ersten Versicherungsjahr, oder es handelt sich um einen Totalschaden.

    b) Kündigung durch die Versicherung: spätestens bei Auszahlung möglich. Die Deckung erlischt 14 Tage nach Eintreffen der Kündigung. Die Prämie wird anteilsmässig zurückerstattet.

  • Wann soll ich eine Vollkaskoversicherung abschliessen?

    Ein grösserer Schadensfall (insbesondere Totalschaden) ist bei einem neueren Fahrzeug bedeutend kostspieliger als bei einem älteren. Deshalb empfiehlt es sich zumindest für die ersten 3-4 Jahre eine Vollkaskoversicherung (Teil- und Kollisionskasko) mit Zeitwertzusatz abzuschliessen.

    Danach lohnt es sich, die Kosten für die Prämie mit der maximalen Schadensrückerstattung (im Totalschadenfall) und den möglichen Reparaturkosten zu vergleichen.

  • Der Weg zum Eigenheim

    Bevor Sie sich für den Kauf eines Objektes entscheiden, gibt es einige Aspekte zu beachten. So sollten der Ausbau und die Lage Ihres Eigenheims, die Kosten sowie rechtliche Aspekte eingehend beurteilt werden.

    4 Punkte – auf welche Sie beim Haus- oder Wohnungskauf achten sollten

    Das Gebäude

    Selbstverständlich sollten Ihnen die Architektur und der Ausbau Ihres Wunschobjektes gefallen. Von elementarer Bedeutung sind auch die Raumaufteilung, das Alter der Immobilie und nicht zuletzt der vorhandene Innenausbau.

    Die Lage

    Ihre Lebensqualität hängt auch unmittelbar von der Lage Ihres Eigenheims ab: Nähe zum öffentlichen Verkehr, zu Einkaufsmöglichkeiten, Schulen und Arbeitsort sowie zu möglichen Lärmquellen.

    Die Kosten

    Der Kaufpreis und die monatlichen Kosten einer Hypothek beeinflussen Ihr Budget bzw. Ihr Vermögen massgeblich. Sie bestimmen, welche finanziellen Prioritäten Sie für Wohneigentum, für Kinder und deren Ausbildung, Ferien, Hobbies usw. setzen möchten.

    Für einen allfälligen Wiederverkauf

    Eine genaue Abklärung über die Entwicklung der Gemeinde ist wichtig, da diese den Wert Ihres Eigenheims beeinflussen kann. Beispielsweise kann eine zukünftig verbesserte Anbindung an den öffentlichen Verkehr den Wert Ihrer Immobilie steigern.

  • Welche Eigentumsformen gibt es beim Immobilienerwerb?

    Alleineigentum

    Gehört eine Liegenschaft einer natürlichen oder juristischen Person allein, spricht man von Alleineigentum. Der Alleineigentümer kann im Rahmen der Rechtsordnung frei über sein Eigenheim verfügen (z.B. verkaufen oder verpfänden).

    Miteigentum

    Miteigentum liegt vor, wenn das Eigentumsrecht an einer Liegenschaft mehreren Eigentümern nach festen Quoten im Sinne von Anteilen zusteht (z.B. Eigentümer A = ½, Eigentümer B = ¼, Eigentümer C = ¼).

    Stockwerkeigentum

    Stockwerkeigentum ist eine Sonderform des Miteigentums. Dem Eigentümer steht das Sonderrecht zu, bestimmte Teile des Gebäudes, wie z.B. seine Wohnung, ausschliesslich zu benutzen, zu verwalten und innen auszubauen. Über diesen Teil kann der Eigentümer frei verfügen. Bei Fragen bezüglich der gemeinsamen Miteigentumsanteile entscheidet die Stockwerkeigentümergemeinschaft.

    Gesamteigentum

    Beim Gesamteigentum steht das Eigentum den Gesamteigentümern gemeinschaftlich zu. Ein Gesamteigentümer kann allein nicht frei über seine «Quote» verfügen. Ein typisches Beispiel für das Gesamteigentum ist eine Erbengemeinschaft.

  • Welche rechtlichen Aspekte sind bei einem Haus- oder Wohnungskauf zu beachten?

    Jeder zukünftige Eigenheimbesitzer sollte einige rechtliche Grundlagen kennen. Denn der Erwerb eines Eigenheims als Alleineigentum, Miteigentum oder Gesamteigentum hat zivil- und erbrechtliche Konsequenzen.

    Zudem müssen Sie sich über Pflichten und Rechte, die mit dem Grundstück verbunden sind, bewusst sein.

  • Was sind Dienstbarkeiten und Grundlasten?

    Dienstbarkeiten und Grundlasten sind Pflichten und Rechte, die mit dem Grundstück verbunden sind. Diese können Bauvorhaben und Grundstückswert beeinflussen. Dienstbarkeiten und Grundlasten entstehen durch einen Eintrag im Grundbuch, in der Regel aufgrund eines öffentlich beurkundeten Vertrages.

    Dienstbarkeiten belasten ein Grundstück zugunsten eines anderen Grundstücks (=Grunddienstbarkeit) oder zugunsten einer bestimmten Person (= Personaldienstbarkeit).

  • Welche Beispiele für Dienstbarkeiten gibt es?

    Fuss- oder Fahrwegrecht

    Baurecht

    Näherbaurecht

    Nutzniessungsrecht

    Wohnrecht

  • Welche Versicherungen benötige ich als Eigenheimbesitzer?

    Als Eigenheimbesitzer übernehmen Sie eine grosse finanzielle Verpflichtung. Schützen Sie deshalb Ihr Vermögen und Ihr Einkommen. Mit den entsprechenden Versicherungen sind Sie und Ihre Angehörigen auf alle Fälle auch finanziell gut abgesichert.

    Bauversicherung

    Mit einer kombinierten Bauwesen- und Bauherrenhaftpflichtversicherung sind die finanziellen Folgen eines Schadenereignisses während der Bauphase abgesichert.

    Gebäudeversicherung

    Eine Gebäudeversicherung dient zur Absicherung von Schäden an Ihrem Gebäude durch Feuer, Wasser oder durch Glasbruch oder bei Haftpflichtansprüchen gegen Sie als Hauseigentümer.

    Todesfall-Versicherung

    Mit dem geeigneten Todesfall-Versicherungsschutz vermeiden Sie finanzielle Engpässe für die Hinterbliebenen.

    Hypotheken-Versicherung

    Mit einer Hypotheken-Versicherung werden die Hypothekarzinsen im Falle von Arbeitslosigkeit weiterbezahlt.

  • Welche Schadensereignisse sind versichert?

    Feuer, Elementarereignisse, Diebstahl und Wasser
  • Wem müssen die versicherten Sachen gehören?

    Die Versicherungsdeckung gilt nicht nur allein für den Versicherungsnehmer. In der Hausratversicherung sind auch Sachen des Ehepartners und der im Haushalt lebenden Kinder eingeschlossen, sofern es eine Familien- und keine Einzelpolice ist
  • Wo können sich Hausratgegenstände befinden?

    In der Hausratversicherung wird zwischen Standort- und Aussenversicherung unterschieden.

    Wenn der Standort der versicherten Sache (z.B. die Wohnadresse) genau bezeichnet ist, handelt es sich um eine Standortversicherung. Die Hausratversicherung kann nur für Standorte in der Schweiz, im Fürstentum Liechtenstein und in den Enklaven Büsingen und Campione abgeschlossen werden.

    Die davon abhängige Aussenversicherung bietet eine Versicherungsdeckung für Sachen, die sich normalerweise am vertraglich festgelegten Standort befinden, aber auch dann, wenn sich die Sachen zeitweise ausserhalb dieses Standortes befinden (z.B. Sportausrüstung, Musikinstrument). Hier bietet die Hausratversicherung Deckung auf der ganzen Welt an.

  • Unterversicherung - Wie vermeide ich es, unterversichert zu sein?

    Sie fahren am besten, wenn der Wert des Hausrates (inkl. Gästeeffekten, geleaste / gemietete / anvertraute Sachen) mit der versicherten Summe möglichst gut übereinstimmt. Es lohnt sich also, von Zeit zu Zeit die Versicherungssumme zu überprüfen und auch für Neuanschaffungen etwas mit einzurechnen. Wenn bei einem grösseren Schaden eine Unterversicherung durch die Versicherung aufgedeckt wird, kann das unangenehme Folgen haben. In der Regel wird die Leistung in dem Verhältnis gekürzt, wie gross die Unterversicherung ist. Wenn Sie hingegen eine zu hohe Summe versichern, dann zahlen Sie unnötigerweise eine zu hohe Prämie.
  • Was gehört zum Hausrat?

    Zum Hausrat gehört alles, was Eigentum des Versicherten ist und bei einem Umzug mitgenommen werden kann (Fahrhabe, bewegliches Gut).
  • Kann ich mein BVG-Altersguthaben beziehen, um mich selbständig zu machen?

    Ein Barbezug der Austrittsleistung ist möglich, wenn die Person eine selbständige Erwerbstätigkeit aufnimmt und nicht mehr der obligatorischen beruflichen Vorsorge untersteht. Die Person muss der Vorsorgeeinrichtung den Nachweis erbringen, dass sie eine selbständige Erwerbstätigkeit aufnimmt (Miete für Räumlichkeiten, Materialkauf, AHV-Bestätigung, Eintrag ins Handelsregister, usw.). Der Antrag für den Barbezug muss im Jahr nach Aufnahme der selbstständigen Erwerbstätigkeit bei der Vorsorgeeinrichtung eingereicht werden. Bei verheirateten Versicherten wird die schriftliche Zustimmung des Ehegatten verlangt.
  • Wie hoch ist der jährliche Betrag, den ich in die Säule 3a einzahlen kann?

    Angestellte, die einer Pensionskasse angehören, dürfen maximal 6’768 Franken pro Jahr in die Säule 3a einzahlen. Selbständigerwerbende, die keiner Pensionskasse angehören, dürfen 20 % des jährlichen Erwerbseinkommens einzahlen, maximal aber 33’840 Franken.
  • Wann hat der überlebende Ehegatte Anspruch auf eine Hinterlassenenrente?

    Der überlebende Ehegatte hat Anspruch auf eine Witwen- oder Witwerrente, wenn er beim Tod des Ehegatten eine der beiden folgenden Voraussetzungen erfüllt:

    1. Er muss für den Unterhalt mindestens eines Kindes aufkommen;
    2. Er muss mindestens 45 Jahre alt und seit mindestes 5 Jahren verheiratet sein.
      Die Höhe der BVG-Mindestrente liegt bei 60% der Altersrente oder der ganzen IV-Rente. Der überlebende Ehegatte, der keine der erwähnten Voraussetzungen erfüllt, hat Anspruch auf eine einmalige Abfindung in Höhe von drei Jahresrenten.
  • Sind arbeitslose Personen in der zweiten Säule versichert?

    Personen, die eine Arbeitslosenentschädigung von über 81,20 Franken pro Tag erhalten, sind für die Risiken Invalidität und Tod, nicht aber für das Alter obligatorisch BVG-versichert. Die versicherte Person und die Arbeitslosenversicherung bezahlen je die Hälfte der Beiträge.
    Die Austrittsleistung von arbeitslosen Personen ist einer Freizügigkeitsstiftung (Bank oder Versicherung) zu überweisen, oder direkt an die BVG-Auffangeinrichtung.
  • Ich arbeite für mehrere Arbeitgeber: Bin ich BVG versichert?

    Zunächst muss für jedes Einkommen geklärt werden, ob der Mindestjahreslohn von 21’150 Franken erreicht wird. Wenn ja, unterliegt dieser Lohn der BVG-Versicherungspflicht. Wenn keiner der bezogenen Löhne 21’150 Franken übersteigt, aber der Gesamtbetrag aller Einkommen über diesem Betrag liegt, so kann sich der Arbeitnehmende entweder bei der Auffangeinrichtung oder bei der Vorsorgeeinrichtung, der einer seiner Arbeitgeber angeschlossen ist, freiwillig versichern lassen, sofern deren reglementarische Bestimmungen es vorsehen. Ist eine Person für einen ihrer Löhne bereits bei einer Vorsorgeeinrichtung obligatorisch versichert, kann sie den zusätzlich bei den anderen Arbeitgebern erzielten Lohn bei dieser Vorsorgeeinrichtung – falls ihr Reglement dies vorsieht – oder der BVG-Auffang­einrichtung versichern.
  • Ich bin teilzeitbeschäftigt mit 50%: Bin ich BVG versichert?

    Teilzeit Erwerbstätige sind obligatorisch BVG-versichert, wenn das Jahreseinkommen über 21’150 Franken liegt. In der obligatorischen Mindestvorsorge gemäss BVG entspricht der versicherte Lohn dem Jahreslohn abzüglich 24’675 Franken (Koordinationsabzug). Im Bereich der weitergehenden Vorsorge können die Vorsorgeeinrichtungen je nach Beschäftigungsgrad einen geringeren Abzug festsetzen oder den gesamten Lohn der Person versichern, wozu sie allerdings gesetzlich nicht verpflichtet sind.
  • Kann ich mein BVG-Altersguthaben beziehen, um Wohneigentum zu erwerben?

    Versicherte können den Vorbezug des Vorsorgeguthabens für den Erwerb von Wohneigentum, die Rückzahlung von Hypothekardarlehen oder den Erwerb von Anteilscheinen an Wohnbaugenossenschaften nutzen. Ein Vorbezug kann alle 5 Jahre erfolgen. Nach dem 50. Altersjahr ist die Höhe des Barbezugs beschränkt. Bei verheirateten Versicherten ist die schriftliche Zustimmung des Ehegatten erforderlich. Wird das Wohneigentum verkauft, muss der vorbezogene Betrag rückerstattet werden.
  • Wie sind die Inhaber von Freizügigkeitskonten und Säule 3a-Konten (gebundene individuelle Vorsorge) im Fall des Konkurses einer Bank geschützt?

    Die Inhaber von Freizügigkeitskonten oder Säule 3a-Konten sind im Fall des Konkurses einer Bank privilegiert. Sie haben Anspruch darauf, dass sie im Umfang ihrer privilegierten Forderung eine Auszahlung von bis zu 100 000 Franken erhalten:
  • Welche Auswirkungen hat eine Ehescheidung auf die berufliche Vorsorge?

    Im Falle einer Scheidung wird das Guthaben aus der 2. Säule zwischen den Ehegatten aufgeteilt. Geteilt wird das während der Ehe von beiden Ehegatten erworbene Vermögen, nicht aber das vor der Ehe angesparte Vorsorgeguthaben.

    Die Änderungen zum Vorsorgeausgleich bei Scheidung traten am 1. Januar 2017 in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt werden die Vorsorgeansprüche auch dann geteilt, wenn einer der Ehegatten bereits eine Invaliden- oder Altersrente der 2. Säule bezieht.

    Umrechnung des Rentenanteils in lebenslange Rente

    Geschiedene haben beim Tod ihres ehemaligen Ehegatten Anspruch auf eine Hinterlassenenrente, wenn sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

    • die Ehe hat mindestens 10 Jahre gedauert;
    • dem überlebenden Ex-Ehegatten wurde im Scheidungsurteil eine Rente oder eine Kapitalabfindung für eine le­bens­längliche Rente zugesprochen;
    • der überlebende Ex-Ehegatte hat für mindestens ein Kind zu sorgen oder ist 45 Jahre alt.
  • Wie hoch ist der Mindestlohn für die obligatorische Unterstellung unter das BVG?

    Personen, die von einem Arbeitgeber einen Jahreslohn von mehr als 21’150 Franken und beziehen, sind obligatorisch BVG versichert. Die Versicherung gegen die Risiken Tod und Invalidität läuft ab 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahres. Das Altersparen beginnt am 1. Januar nach Erreichen des 24. Altersjahres.
  • Kann ich mein BVG-Altersguthaben bar beziehen, wenn ich die Schweiz endgültig verlasse?

    Eine Barauszahlung des BVG-Altersguthabens ist möglich, wenn die Person nachweisen kann, dass sie die Schweiz endgültig verlässt, um sich im Ausland niederzulassen. Bei einem Umzug in ein EU-Land (Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Zypern) oder nach Island oder Norwegen ist eine Barauszahlung des BVG-Vorsorgeguthabens ab dem 1. Juni 2007 nicht mehr möglich, wenn die Person in diesem Land weiter gegen die Risiken Alter, Tod und Invalidität versichert ist (auch ausgeschlossen bei Ausreise nach Bulgarien oder Rumänien ab 1. Juni 2009). Die Auszahlung des überobligatorischen Teils des Vorsorgekapitals (im Gegensatz zum BVG-Minimum) ist hingegen weiterhin möglich. Eine Barauszahlung ist auch nach dem 1. Juni 2007 möglich, wenn die Person in ein anderes Land als die hier erwähnten zieht. Bei der definitiven Ausreise aus der Schweiz nach Liechtenstein ist die Barauszahlung schon heute nicht erlaubt.
  • Ich weiss nicht, wo sich mein BVG-Altersguthaben befindet: An wen kann ich mich wenden?

    Informationen über vergessene Guthaben erteilt die Zentralstelle für die 2. Säule.
  • Ich muss mich neu in der Schweiz versichern lassen

    Hier finden Sie Informationen für:

    Personen mit zukünftigem Wohnsitz in der Schweiz
    Schweizer Rentnerinnen und Rentner mit Wohnsitz in einem EU-Staat
    Touristen und Gäste in der Schweiz auf der Suche nach einer Versicherungslösung

    Administrationszuschlag bei Trennung von Grund- und Zusatzversicherungen

    Grundversicherung und Zusatzversicherung(en) können bei unterschiedlichen Krankenkassen geführt werden. Die Krankenversicherer dürfen nicht mehr von sich aus die Zusatzversicherungen kündigen, wenn die Versicherten für die Grundversicherung zu einer anderen Kasse wechseln. Einzelne Kassen erheben in solchen Fällen bei den Zusatzversicherungen einen Zuschlag für höhere Administrationskosten. Werden diese nicht bezahlt, verlieren Sie eine Vergünstigung (Familienrabatt, Kollektivrabatt). Das ist zwar erlaubt, jedoch nur bei wenigen Kassen der Fall.

    So gehen Sie vor, wenn Sie Grund- und Zusatzversicherung bei verschiedenen Kassen führen:

    Machen Sie vor dem Einsenden der Arztrechnung eine Kopie für Ihre Unterlagen.

    Schicken Sie Ihre Rechnungen an die Kasse, bei der Sie die Grundversicherung haben. Weisen Sie die Kasse darauf hin, dass Sie noch Zusatzversicherungen bei einer anderen Kasse führen. Die Grundversicherungskasse prüft die Rechnung und sendet Ihnen eine Abrechnung zurück.

    Sie können dann die Abrechnung mit der Kopie der Arztrechnung an die Kasse weiterleiten, bei der Sie die Zusatzversicherung(en) führen.

    Unter Umständen erhalten Sie auch zwei Original-Rechnungen, die Sie dann an die entsprechenden Kassen weiterleiten.

  • Brauche ich während des Militärdienstes eine Krankenversicherung?

    Dies hängt von der Dauer des Militärdienstes ab.
    Im Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG) heisst es in Art.3 Abs.4: „Die Versicherungspflicht wird sistiert für Personen, die während mehr als 60 aufeinander folgenden Tagen dem Bundesgesetz vom 19. Juni 1992 über die Militärversicherung (MVG) unterstellt sind.“ Das heisst, dass Sie bei längeren Dienstzeiten keine Prämien für die obligatorische Grundversicherung bezahlen müssen. Sie müssen einfach der Krankenkasse den Nachweis erbringen, wie lange Sie Militärdienst zu leisten haben (Kopie des Marschbefehls einschicken).

    Leistungen bei Mutterschaft

    Das Krankenversicherungsgesetz (KVG) schreibt allen Kassen vor, welche Leistungen (auch welche Mutterschaftsleistungen) sie aus der obligatorischen Grundversicherung vergüten müssen. Die Mutterschaftsleistungen sind im Artikel 29 des Krankenversicherungsgesetzes folgendermassen geregelt:

    Art. 29 Mutterschaft

    1. Die obligatorische Krankenpflegeversicherung übernimmt neben den Kosten für die gleichen Leistungen wie bei Krankheit die Kosten der besonderen Leistungen bei Mutterschaft.
    2. Diese Leistungen umfassen:
      a. die von Ärztinnen und Ärzten oder von Hebammen durchgeführten oder ärztlich angeordneten Kontrolluntersuchungen während und nach der Schwangerschaft;
      b. die Entbindung zu Hause, in einem Spital oder einer Einrichtung der teilstationären Krankenpflege sowie die Geburtshilfe durch Ärztinnen und Ärzte oder Hebammen;
      c. die notwendige Stillberatung.

    Da alle Krankenkassen ohnehin die genau gleichen Leistungen bezahlen, können Sie getrost zu einer günstigen Krankenkasse wechseln, auch während der Schwangerschaft. So haben Sie mehr Geld für sich und die Babyausstattung zur Verfügung. Sie finden bei Kiano neben der Prämienhöhe zusätzlich auch Angaben zur Kundenzufriedenheit bei den einzelnen Kassen.

    Tipp: Für die Krankenkassen ist oft nicht ersichtlich, ob es sich um Aufwendungen im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft handelt. Lassen Sie deshalb von Ihrem Arzt auf solchen Rechnungen einen entsprechenden Vermerk anbringen.

    Bei den Zusatzversicherungen gelten die Leistungen und Bestimmungen in den Versicherungsbedingungen. Beachten Sie, dass für Leistungen betreffend Mutterschaft nach Abschluss der Versicherung eine Karenzfrist besteht.

  • Was sind die Leistungen bei den einzelnen Krankenkassen?

    Die Leistungen aus der obligatorischen Grundversicherung sind gesetzlich vorgeschrieben und bei allen Krankenkassen gleich. Hier finden Sie eine Übersicht der Leistungen. Sie finden bei kiano.ch neben der Prämienhöhe zusätzlich auch Angaben zur Kundenzufriedenheit bei den einzelnen Kassen.

    Im Gegensatz zur Grundversicherung sind die Leistungen in den Zusatzversicherungen von Krankenkasse zu Krankenkasse verschieden.

  • Welche Kündigungsfrist gilt?

    Grundversicherung

    Für eine Kündigung per 31. Dezember muss das Kündigungsschreiben als eingeschriebener Brief bis zum 30. November resp. bis zum letzten Arbeitstag im November bei der bisherigen Krankenkasse eingetroffen sein. Diese Kündigungsfrist gilt unabhängig davon, ob die neue Prämie höher, tiefer oder gleich hoch ist.

    Für eine Kündigung per 30. Juni muss das Kündigungsschreiben als eingeschriebener Brief bis zum 31. März resp. bis zum letzten Arbeitstag im März bei der bisherigen Krankenkasse eingetroffen sein. Das gilt nur für Versicherte mit einer Franchise von CHF 300 (Kinder: CHF 0) und einer Standard-Grundversicherung (keine alternativen Versicherungsmodelle wie z.B. HMO oder Telmed). In allen anderen Fällen ist ein Wechsel zu einer neuen Krankenkasse jeweils erst auf Ende eines Kalenderjahres möglich.

    Hier finden Sie das vorbereitete Kündigungsschreiben.

    Zusatzversicherung

    Bei einer Prämienerhöhung:

    Es gelten die Bestimmungen in den Versicherungsbedingungen (z.B. ab Mitteilung 1 Monat oder bis Ende Jahr).

    Bei einer unveränderten Prämie:

    Kündigungsfristen der Zusatzversicherungen

    Tipps:

    Kündigen Sie Ihre alte Zusatzversicherung erst, wenn von der neuen Kasse eine vorbehaltlose Aufnahmebestätigung vorliegt. Ansonsten wird empfohlen, nur die Grundversicherung zu kündigen.

    Die Krankenkassen können bei Anträgen auf Zusatzversicherungen einen zeitlich befristeten oder unbefristeten Vorbehalt anbringen, wenn sie den Antragssteller in gesundheitlicher Hinsicht als ein ungünstiges Risiko beurteilen. Dies bedeutet dann für den Versicherten, dass er keinen Anspruch auf Leistungen für die Behandlung der im Vorbehalt aufgeführten Krankheit hat.

    Beantworten Sie die Fragen im Versicherungsantrag korrekt und vollständig.

    Die Krankenkassen haben das Recht, auch nachträglich Vorbehalte anzubringen, wenn sich herausstellt, dass jemand beim Ausfüllen des Versicherungsantrages unwahre oder unvollständige Angaben gemacht hat.

  • Kostenbeteiligung bei Mutterschaft?

    Bei einer Schwangerschaft ohne Komplikationen muss keine Kostenbeteiligung bezahlt werden. Die Leistungen aus der Grundversicherung sind im Krankenversicherungsgesetz (KVG) genau deklariert. Es handelt sich dabei um Geburtsvorbereitungskurse, Kontrolluntersuchungen, Entbindung und Stillberatung.

    Bis anhin mussten Schwangere mit Komplikationen Kostenbeteiligung bezahlen, da diese Behandlungen als Krankheit abgerechnet wurden. Dies sind beispielsweise Hospitalisationen zur Vermeidung einer Frühgeburt, Behandlungen von Schwangerschaftsdiabetes und Infektionen oder psychotherapeutische Behandlungen von Depressionen nach der Geburt.

    Per 1. März 2014 tritt die Gesetzesänderung in Kraft, welche besagt, dass Frauen mit Komplikationen ab der 13. Schwangerschaftswoche bis 8 Wochen nach der Geburt keine Kostenbeteiligung mehr bezahlen müssen.

  • Was leistet die Grundversicherung im Ausland?

    Leistungen werden nur für notfallmässige Behandlungen ausgerichtet. Im Ausland zahlt die obligatorische Grundversicherung maximal den doppelten Betrag, den die gleiche Behandlung in der Schweiz gekostet hätte. Innerhalb Europas genügt dies, in gewissen Überseegebieten, insbesonders in den USA, Kanada, Australien, Neuseeland und Japan, ist ein zusätzlicher Versicherungsschutz aber unbedingt erforderlich.

    In der Schweiz Versicherte, die sich im EU- oder EFTA-Raum notfallmässig ärztlich behandeln lassen müssen:

    Eine vor Ort zuständige Krankenversicherung trägt die Kosten gemäss den vereinbarten Tarifen, die Versicherten übernehmen die dort gültige Kostenbeteiligung. Der zuständige ausländische Krankenversicherer rechnet diese Kosten über eine zentrale Stelle in der Schweiz mit der Schweizerischen Krankenkasse ab.

    Seit anfangs 2006 haben alle Versicherten in der Schweiz hierfür eine Versichertenkarte, die das Formular E111 überflüssig macht. Auf der Versichertenkarte in der Grösse einer Kreditkarte sind die administrativen Angaben, wie Name, Geschlecht, Geburtsdatum, Versicherer und Versicherten-Nummer enthalten.

    Tipp: Bei Bedarf geeignete Zusatzversicherung oder separate Ferien- und Reiseversicherung abschliessen.

  • Muss ich für eine Zusatzversicherung Gesundheitsfragen beantworten?

    Ja, bei Zusatzversicherungen sind Sie verpflichtet, die Gesundheitsfragen zu beantworten. Häufig müssen die Erkrankungen und ärztlichen Behandlungen der letzten fünf Jahre deklariert werden.

    Die Fragen und ihre Anzahl unterscheiden sich je nach Krankenkasse. Es gibt keine Tipps, welche Krankenkassen viele und welche Kasse wenige Fragen zur Gesundheit stellt.

     

    Es empfielt sich, die Gesundheitsdeklaration wahrheitsgetreu auszufüllen, da die Krankenkasse berechtigt ist, auch im Nachhinein Saktionen einzuleiten. Das Spektrum der Massnahmen reicht sich von einem Ausschluss der Versicherungsleistung für eine bestimmte Krankheit bis zu einer Kündigung. Erhält ein Versicherter einen Ausschluss der Deckung für eine Krankheit, übernimmt die Zusatzversicherung keine Behandlungen für diese Krankheit. Genaue Angaben dazu finden Sie in den Versicherungsbedingungen der Zusatzversicherung.

  • Muss ich beim Abschluss der Grundversicherung Gesundheitsfragen beantworten?

    Nein! Jede Krankenkasse muss Sie vorbehaltlos in die obligatorische Grundversicherung aufnehmen, ungeachtet Ihres Alters oder Gesundheitszustandes. Füllen Sie darum den Fragebogen mit den Gesundheitsfragen nur aus, wenn Sie eine Zusatzversicherung abschliessen wollen.
  • Kann ich trotz Krankheit die Franchise ändern?

    Die Franchise kann problemlos per Ende Jahr erhöht oder gesenkt werden:

    Senkung der Franchise:

    Bis zum 30. November bzw. letzten Arbeitstag im November (Eintreffen des Briefes beim Versicherer) muss die gewünschte Senkung der Franchise der Krankenkasse schriftlich mitgeteilt werden.

    Erhöhung der Franchise:

    Eine Erhöhung der Franchise muss der Krankenkasse bis zum 31.12. bzw. bis zum letzten Arbeitstag im Dezember mitgeteilt werden.